1. Dezember 2025

Mit dem Clicker erfolgreich trainieren

Was ist ein Clicker?

Auf der Hundewiese hört man ihn selten, im Hundeverein dagegen ständig: den Clicker. Dieser kleine „Knackfrosch“ passt in jede Tasche und sagt mit einem einzigen Klick: „Genau DAS war richtig!“ Mehr braucht es nicht. Es gibt ihn bunt, mit Schlaufe, ohne Schlaufe, zum Umhängen – manche Modelle bringen sogar gleich einen Target-Stick mit, falls dein Hund mal professionell „in diese Richtung bitte“ geführt werden soll.


Wozu brauche ich einen Clicker?

Natürlich kann man auch komplett ohne Clicker trainieren. Aber er hat ein paar charmante Vorteile:

  • Er ist eindeutig – auch wenn rundherum Stimmengewirr herrscht.
  • Er ist neutral – im Gegensatz zu unserer Stimme, die an schlechten Tagen gern mal klingt wie nach drei Espresso zu viel.
  • Er ist schnell – schneller als jede Hand, die gerade im Tiefen der Leckerli-Tasche versinkt.

Der Klick markiert den Moment des gewünschten Verhaltens punktgenau. Die Belohnung folgt ein paar Sekunden später – und trotzdem versteht der Hund: Der Klick meinte mich!


Wie startet man mit dem Clickertraining?

Bevor der Hund den Clicker feiert, muss er erst wissen, dass der Klang etwas Großartiges ankündigt. Also: ruhigen Moment suchen, Super-Leckerlis bereithalten (wirklich Super, nicht „na ja, geht so“). Dann einfach: Klick – Leckerli. Klick – Leckerli.
Der Hund muss dafür nichts leisten. Er lernt nur: Klick = Jackpot. Die meisten Hunde begreifen das so schnell, dass man fast neidisch werden könnte.


Hat er das Prinzip verstanden?

Ein kleiner Test: Lass ihn schnüffeln oder anders beschäftigt sein. Klicke. Dreht er sich sofort zu dir um und schaut dich an wie: „Wo ist mein Bonuspunkt?“, dann ist das Ziel erreicht. Und ja: Auch jetzt gibt es selbstverständlich wieder ein Leckerli.


Die erste echte Clickerübung

Jetzt wird’s praktisch. Alles, was dir gefällt – markierst du mit dem Klick.
Beispiel: Du wünschst dir, dass dein Hund draußen öfter auf dich achtet? Perfekt. Jeder kurze Blickkontakt wird geklickt und belohnt. So lernt er ganz nebenbei: Bei meinem Menschen lohnt es sich, aufzupassen.


Clickertraining in der Erziehung

Hat der Hund Spaß am Clicker, beginnt er, Verhalten auszuprobieren. Und du nutzt das geschickt:
Hinsetzen? Klick. Stehenbleiben? Klick. Sich ruhig verhalten, obwohl die Türklingel klingelt? Ein Megaklick!
Dabei kannst du gleichzeitig ein Signalwort oder Handzeichen einführen. Wichtig: Solange der Clicker ertönt, gibt es immer ein Leckerli – erst viel später wird reduziert.


Beobachten, markieren, belohnen

Schau einfach hin: Welches Verhalten hättest du gern öfter? Markiere es! Der Hund wird es erneut zeigen, denn er möchte auf keinen Fall auf seine Gourmet-Belohnung verzichten.


Clickertraining für Fortgeschrittene

Beim Dogdance, Tricktraining oder Obedience wird der Clicker zum echten Präzisionswerkzeug. Schritt für Schritt klickst du jedes Verhalten, das in die richtige Richtung geht. Viele Hunde entwickeln dabei ein richtiges „Versuchs-und-Irrtums“-Feuerwerk – sie probieren aus, was zum Klick führt.
Wichtig: Kein Frust! Wird der Hund unsicher, ist der Trainingsschritt meist zu groß. Lieber mehrere kurze Minieinheiten am Tag als eine lange Session, bei der am Ende alle entnervt sind. Und: Übung ruhig mal an einem neuen Ort testen. Neue Umgebung = neue Herausforderung = besonders befriedigender Klick-Moment.

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